Die Nationale – Die Rückkehr einer legendären Piste
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Anlässlich der Rückkehr des alpinen Ski-Weltcups der Herren werden die Skifahrer die ikonische Piste Nationale von Bella Lui hinunterstürzen. Eine Strecke mit einer glorreichen Vergangenheit – ebenso anspruchsvoll wie technisch – die sowohl die Speed-Spezialisten als auch die Skifans begeistern wird.
Die Piste Nationale knüpft an ihre ruhmreiche Geschichte an. Dreizehn Jahre nach den Erfolgen von Didier Cuche, Marcel Hirscher und Benjamin Raich kehrt der Ski-Weltcup der Herren auf die legendäre Strecke von Crans-Montana zurück. Eine einmalige Gelegenheit, die Weltmeister Marco Odermatt, Franjo von Allmen, Loïc Meillard und die grössten Stars des Ski-Zirkus auf dieser anspruchsvollen und spektakulären Strecke des Haut-Plateau zu bewundern – Schauplatz von zwei hochkarätigen Speed-Rennen.
Vor dem Super-G am Sonntag wird das Highlight des Wochenendes die Abfahrt am Samstag sein, die erstmals seit der WM 1987 wieder auf ihrer ursprünglichen Strecke vom historischen Gipfel von Bella Lui starten wird. Die auf 2'514 Metern gelegene Starthütte bietet eine atemberaubende Aussicht auf das Rhonetal – eine spektakuläre Aussichtpunkt, bevor die Athleten sich in den Wettkampf stürzen.
Eine zweiminütige Abfahrt
„Das ist eine wirklich herausfordernde Strecke“, bestätigt Didier Défago, Generaldirektor der Weltcuprennen und von Crans-Montana 2027. „Es ist eine lange Abfahrt, die die Oberschenkel der Athleten stark beanspruchen wird, da das Rennen rund zwei Minuten dauern wird.“ In Zahlen ausgedrückt: Die Nationale erstreckt sich über 3'800 Meter mit einem Höhenunterschied von 969 Metern.
Es verspricht eine kompromisslose Abfahrt zu werden, geprägt von zahlreichen Geländeübergängen und Abschnitten, die sowohl technisch anspruchsvoll als auch schnell sind. Gleich nach dem Start erwartet die Athleten eine herausfordernde Schrägfahrt, gefolgt von mehreren spektakulären Sprüngen – darunter die beeindruckende Cassure de Cry d’Er – und zahlreichen schnellen, weiten Kurven. All diese Herausforderungen werden den Skifahrern Adrenalinschübe bescheren und atemberaubende Bilder für Fotografen und Zuschauer weltweit liefern. „Es ist ein komplettes Rennen, mit viel Rhythmus, und die Fahrer müssen sich gut festhalten, denn der Schnee ist ebenfalls schnell“, fährt Didier Défago fort. „Das wird eine grossartige Abfahrt!“
Eine prestigeträchtige Geschichte
Die Geschichte der Piste Nationale ist geprägt von unvergesslichen Momenten. 1987 erlebte die Schweiz hier ihre erfolgreichste Ski-WM mit dem Gewinn von 14 Medaillen. Auch das Weltcup-Finale 1998 fand auf dieser Strecke statt – das letzte Rennen des legendären Alberto Tomba. Seitdem konnten sich nur Lindsey Vonn und Dominique Gisin 2010 in die Siegerliste eintragen, bevor der Frauen-Weltcup ab 2014 auf die benachbarte Strecke von Mont Lachaux wechselte.
Nun kehrt die Nationale endlich zu ihrem früheren Glanz zurück und schreibt ein neues Kapitel in der Geschichte des Schweizer Skisports. 2027 wird sie die Männerwettbewerbe der Weltmeisterschaften ausrichten – vierzig Jahre nach dem legendären Schweizer Dreifachsieg von Peter Müller, Pirmin Zurbriggen und Karl Alpiger in der Abfahrt. Eine Rückkehr zu den Wurzeln, voller Symbolik, auf einer Piste, die die Skifans schon immer begeistert hat.