Didier Défago: «Wir sind klar auf dem richtigen Weg»
Der CEO der FIS Ski Weltcup-Rennen in Crans-Montana zieht eine äusserst positive Bilanz der Wettkämpfe, die an diesem Wochenende auf dem Haut-Plateau stattgefunden haben. Eine gelungene Generalprobe ein Jahr vor den FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften Crans-Montana 2027.
Das Schweizer Publikum erlebte die Glanztaten von Malorie Blanc und Franjo von Allmen, die an diesem Wochenende bei den Rennen des Audi FIS Ski Weltcups in Crans-Montana triumphierten. Das Spektakel war gross, zur Freude der rund 20’000 Fans, die sich entlang und am Fuss der Piste Nationale und der Piste Mont Lachaux versammelt hatten.
Ein Jahr vor den FIS Ski Weltmeisterschaften stellte diese Ausgabe für die Organisatoren mit der gleichzeitigen Vorbereitung von zwei Pisten eine besondere Herausforderung dar. Doch die Mission wurde von Didier Défago, dem CEO der Wettbewerbe, und seinen Teams erfolgreich gemeistert. Interview.
Didier Défago, welche Bilanz ziehen Sie aus diesen drei Wettkampftagen, zwischen der Absage der Frauenabfahrt und den erfolgreichen Rennen am Wochenende?
Es ist in erster Linie eine positive Bilanz. Die Bedingungen waren unter der Woche schwierig, aber das gehört dazu. Ich denke, wir konnten einige organisatorische Aspekte gut beobachten. Vor allem aber beenden wir das Wochenende mit zwei Highlights: zwei fantastischen Rennen und zwei Schweizer Siegen. Das ist ideal, um den nächsten Schritt einzuleiten, um die Ski Weltmeisterschaften zu lancieren. Es ist positiv und gibt den Teams nach den Ereignissen zu Beginn dieses Jahres auch moralischen Auftrieb. All das würdigt die geleistete Arbeit sehr.
Welche Punkte gilt es mit Blick auf 2027 noch zu verbessern?
Wir haben im Vergleich zum letzten Jahr bereits einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Auf der Piste Mont Lachaux bei den Frauen haben wir gesehen, dass die Schneevorbereitung sehr gut war, bei den Männern ebenfalls. Auf der Piste Nationale sehe ich noch etwas Potenzial, insbesondere in Bezug auf den Schwierigkeitsgrad der Strecke. Hier können wir uns weiter verbessern. Aber wir sind klar auf dem richtigen Weg.
Welche nächsten Arbeitsschwerpunkte stehen an?
Wichtig ist jetzt ein umfassendes Debriefing mit der FIS und mit den verschiedenen Mitarbeitenden. Es gilt zu analysieren, was organisatorisch gut funktioniert hat, und die Punkte zu identifizieren, die noch verbessert werden müssen. Zudem darf man nicht vergessen, dass die Konfiguration eines Zielbereichs bei Grossanlässen wie den FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften eine andere ist. In dieser Woche haben bereits Sitzungen mit dem Internationalen Verband stattgefunden, um die Bedürfnisse in Abhängigkeit vom verfügbaren Raum zu definieren.
Eines ist jedoch sicher: In Bezug auf die grundlegenden Anordnungen und die Basisimplantation liegen wir richtig. Das verschafft uns eine sehr solide zusätzliche Grundlage für das kommende Jahr.
Wie beurteilen Sie die gleichzeitige Bewirtschaftung von zwei Pisten?
Das war in diesem Jahr eine grosse Herausforderung. Insbesondere in der Zusammenarbeit mit den Bergbahnen und mit den beiden Pistenteams, die ihre Arbeit im Vergleich zu den Vorjahren anders aufteilen mussten. Heute weiss jeder genau, woran er arbeiten muss. Der grosse positive Punkt ist, dass wir beim Zeitplan der Pistenpräparation exakt in denselben Abläufen sind wie für das kommende Jahr. Wir wissen genau, welche Zeitfenster wir nutzen, wann wir eingreifen und in welchem Stadium der Vorbereitung wir uns befinden müssen. Das Debriefing wird uns erlauben, dies sehr präzise festzulegen.