Zehn Schweizer Abfahrer mit Ambitionen in Crans-Montana
Neun Schweizer Abfahrer wurden bereits für die Trainings auf der Piste Nationale im Hinblick auf die Abfahrt selektioniert. Zwei weitere Athleten werden noch vor den Trainings bestimmt.
Die Schweiz ist am Sonntag bei der Abfahrt auf der Piste Nationale in Crans-Montana zweifellos die Nation, die es zu schlagen gilt. Ein Jahr nach dem beeindruckenden Schweizer Dreifachsieg wollen die rot-weissen Abfahrer ihren Exploit wiederholen. Dafür können sie auf ein starkes Aufgebot zählen, das sich mit Blick auf die Olympischen Spiele Milano Cortina weiter im Aufwind befindet.
Die Helden des vergangenen Jahres, Franjo von Allmen, Sieger der Abfahrt, Marco Odermatt, Zweiter der Abfahrt und Sieger des Super-G, sowie Alexis Monney, Dritter der Abfahrt und Zweiter des Super-G, zählen erneut zu den grossen Favoriten auf der Walliser Strecke. Das Schweizer Team verzeichnet zudem die Rückkehr von Niels Hintermann, der nach seiner Behandlung wegen Lymphdrüsenkrebs wieder im Einsatz ist und zuletzt in Val Gardena mit Rang 7 sowie in Kitzbühel mit Rang 6 überzeugte. Der Zürcher wird Teil des olympischen Aufgebots sein, ebenso wie Stefan Rogentin, der an diesem Wochenende ebenfalls auf dem Haut-Plateau am Start steht.
Wer sichert sich die letzten Plätze
Justin Murisier, der die Chance verpasste, an seinen dritten Olympischen Spielen teilzunehmen, dürfte in Crans-Montana besonders motiviert sein. Der Walliser will zeigen, dass er weiterhin auf höchstem Niveau fährt. Die Nachwuchshoffnungen Alessio Miggiano, starker Fünfter in Val Gardena, und Livio Hiltbrand, die sich dank ihrer guten Resultate im Europa Cup im vergangenen Winter qualifiziert haben, werden ebenfalls mit dabei sein. Gleiches gilt voraussichtlich für Lars Rösti, auch wenn der Berner zuletzt aus den Top 30 der Weltrangliste gefallen ist, es sei denn, die Trainer entscheiden sich für eine interne Selektion mit Athleten, die zuletzt im Europa Cup überzeugt haben.
Tatsächlich werden zwei weitere Schweizer Fahrer an den offiziellen Trainings am Freitag und Samstag teilnehmen können, einer von ihnen wird für die Abfahrt am Sonntag selektioniert. Dabei könnte es sich um Lenz Hächler, Sandro Manser, Gaël Zulauf oder Arnaud Boisset handeln. Alle diese Athleten sind in dieser Woche im kontinentalen Wettbewerb in Verbier im Einsatz, wo am Donnerstag und Freitag weitere Abfahrten auf dem Programm stehen. Dort wollen sie wichtige Punkte sammeln, um sich für einen fixen Startplatz, der den drei Besten der Gesamtwertung in der Vorstufe zum Ski Weltcup vorbehalten ist, für die kommende Saison in der Elite zu empfehlen. Es bleibt somit abzuwarten, wie die Trainer dieses starke Aufgebot letztlich aufteilen werden.