Pirmin Zurbriggen: Rückkehr auf heiligen Boden
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Neununddreissig Jahre nach seinen vier Medaillen bei den Weltmeisterschaften 1987 kehrte Pirmin Zurbriggen an diesem Wochenende an den Ort seiner Triumphe zurück. Mit Nostalgie erinnert er sich an die wunderbaren Momente, die er im Hochplateau-Resort verbracht hat.
Am Freitagmorgen beleuchtete die Sonne die Walliser Gipfel, als Pirmin Zurbriggen seine Skier anschnallte. Er steht in Bella Lui, in der Startkabine der Abfahrt, und stürzt sich auf die legendäre Piste Nationale. Ein einfacher Drift, ein paar Kurven – und schon kehren die Erinnerungen zurück. „Oben waren die Emotionen überwältigend“, gesteht er. „Ich habe die Bilder von damals innerlich noch einmal durchlebt. Ich erinnerte mich daran, wie ich mich als Athlet fühlte – auch heute noch, mit 60 Jahren.“
Sein Blick verliert sich auf der Piste. Er stellt sich die Menschenmenge vor, die Aufregung, die einzigartige Atmosphäre, die Crans-Montana 1987 zu einem legendären Kapitel des Schweizer Skisports machte. „Als ich durch den letzten Abschnitt der Strecke glitt, sah ich mich 40 Jahre zurückversetzt. Ich konnte mir alle Zuschauer vorstellen. Das sind Bilder und Emotionen, die ein Leben lang bleiben.“
Unvergessliche Erinnerungen
Die Weltmeisterschaften 1987 bleiben für Pirmin Zurbriggen ein unvergesslicher Moment. Vier Medaillen, darunter zwei Goldene im Riesenslalom und im Super-G – intensive Emotionen, die immer noch in seiner Erinnerung lebendig sind. „Meine beste Erinnerung ist der Abschnitt bei Cry d’Er mit dem Blick über das gesamte Rhonetal. Das Panorama ist aussergewöhnlich. All diese Zuschauer, jeder vibrierte mit dir – es war eine einmalige Atmosphäre.“
Über den harten Konkurrenzkampf mit seinen Landsleuten hinaus erkennt der ehemalige Champion das grosse Glück, einen solchen Moment in seinem Heimatkanton erlebt zu haben. „Das Wallis bietet uns eine einmalige Chance. Wir können in einer unglaublichen Natur Ski fahren – nichts kann dir mehr Zufriedenheit schenken. Es ist einfach pures Vergnügen.“
Ein Rekord für 2027 zu schlagen
1987 markierte eine der ersten goldenen Epochen des Schweizer Skisports. Das Schweizer Team holte bei diesen unglaublichen Weltmeisterschaften 14 Medaillen – ein Rekord, der bis heute Bestand hat. Vorerst. Denn die neue Generation, die kürzlich bei den Weltmeisterschaften in Saalbach 13 Medaillen errang, ist hungrig nach mehr. Werden Marco Odermatt, Franjo von Allmen, Loïc Meillard, Camille Rast, Wendy Holdener und Malorie Blanc diesen Rekord in zwei Jahren auf den Pisten Mont Lachaux und Nationale brechen können?
„Seien wir doch erst einmal glücklich mit dem, was wir haben, und freuen wir uns darauf, wieder grossartige Momente zu erleben“, lächelt der Oberwalliser. Doch tief in seinem Inneren weiss der Mann mit 40 Weltcup-Siegen, dass bereits ein neues Kapitel der Geschichte geschrieben wird. Und er wird 2027 dort sein, um es mit dem gleichen Nervenkitzel wie 1987 vollständig zu erleben – vierzig Jahre später.